Ein Terrarientier soll es sein?

Tipp 5

Ein Terrarientier soll es sein?Tipp 5: Aber der "Behälter" ist nicht das Entscheidende. Natürliche Lebensbedingung heißt: ein ganz bestimmtes Temperaturminimum und -maximum, ein genauer Rhythmus von Dunkelheit und Helligkeit und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit, die nicht unter- oder überschritten werden darf.

Zum Beispiel benötigen die meisten Schlangen Temperaturen zwischen 27°C und 31°C. Bei Unterschreitung des Minimums wird die Schlange nicht mehr fressen und in eine Art Winterschlaf fallen. Alle Terrarientiere benötigen einen bestimmten Temperaturbereich, um sich wohl zu fühlen. Auch der Abfall der Temperatur um 5 bis 20 Grad in der Nacht ist für viele Tiere eine natürliche Lebensbedingung. Ein zeitgesteuertes Thermostat ist daher unerläßlich!

Ebenso wichtig ist die Beleuchtung des Terrariums! Licht ist für den Vitamin- und Mineralstoffwechsel der Tiere notwendig. Tiere, die aus den tropischen Zonen stammen, sind an einen Zyklus von 12 Stunden Helligkeit und 12 Stunden Dunkelheit gewöhnt. Tiere aus den gemäßigten Zonen sind angepaßt an 16 Stunden Dunkelheit im Winter und 8 Stunden im Sommer. Diese Angewohnheit sollte auf keine Fall geändert werden!

Die Luftfeuchtigkeit im Terrarium muß ebenfalls den natürlichen Bedingungen entsprechen. Tiere in freier Wildnis können sich bei Schwankungen der Luftfeuchtigkeit dadurch helfen, daß sie sich eingraben oder zu einem sog. Mikroklima flüchten, das ihren Bedürfnissen entspricht. In Gefangenschaft lebende Tiere können dies nicht. Bei den meisten Terrarientieren reicht es aus, einen handelsüblichen Luftbefeuchter im Terrarium zu installieren. Auch das Gießen oder Besprühen der Terrariumbepflanzung reicht manchmal aus. Schlangen, Eidechsen und Frösche reagieren sehr empfindlich auf die Luftfeuchtigkeit ihrer Umgebung. Ist sie zu trocken, treten schnell gesundheitliche Probleme bis hin zum Nierenversagen auf. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit fördert Infektionen mit Pilzen und Bakterien. Ein Meßgerät (sog. Hygrometer) ist dann unerläßlich.

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