Dirofilariose (Herzwurmerkrankung)
Die Herzwurmerkrankung wird durch die Fadenwurmart Dirofilaria immitis verursacht. Der Name Herzwurm rührt daher, dass diese Art in der letzten Phase der Erkrankung das Herz befällt. In Deutschland ist der Wurm nicht heimisch, wird aber gelegentlich bei Hunden diagnostiziert, die aus Südeuropa importiert wurden oder sich dort vorübergehend aufhielten. In den USA hat sich die Herzwurmerkrankung innerhalb von fünfzig Jahren von der Südostküste auf nahezu alle Bundesstaaten ausgebreitet. Die mikroskopisch kleine Larve gelangt während des Blutsaugens von Stechmücken in die Blutbahn des Hundes und wandert über mehrere Monate hinweg durch den Körper des Tieres, bevor sie sich in den größeren Blutgefäßen von Herz und Lunge niederlässt und zum erwachsenen Wurm mit bis zu 30 Zentimeter Länge entwickelt. Der klinische Verlauf beginnt meist langsam über Monate oder sogar Jahre hinweg und zeigt sich in einer verminderten Leistungsbereitschaft der Hunde, da die Würmer die Blutversorgung in den herznahen Arterien behindern. Die Folgen sind mangelnde Ausdauer, Gewichtsverlust und ein schlechter Allgemeinzustand, bei einer schweren Erkrankung auch der Tod. Charakteristisch ist das häufige Husten durch die Reizung der Lunge. Die Behandlung mit Wurmmitteln ist nicht ungefährlich, da die getöteten Würmer die Blutgefäße der Lunge verstopfen können. Eine regelmäßige Behandlung mit geeigneten Wurmmitteln ist vorteilhafter, da dann bereits die larvalen Wurmstadien bekämpft werden.
Herzwürmer befallen in erster Linie Hunde. Nur in wenigen Fällen sind Katzen betroffen, sowie in Regionen mit extrem hoher Erregerdurchseuchung (wie der italienischen Po-Ebene) auch Menschen.
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