Ehrlichiose beim Hund

Die bakterielle Ehrlichiose ist in Deutschland bislang nur als Urlaubserkrankung bekannt, da ihr Überträger, die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus), in warmen Regionen wie den Mittelmeerstaaten und in den Tropen lebt. Die Infektionserreger, hauptsächlich die Art Ehrlichia canis, siedeln in den weißen Blutkörperchen ihrer Wirte. Nach dem Biss der Zecke dauert es acht bis zwanzig Tage, bis die ersten Anzeichen der Infektion sichtbar werden. Dazu zählen periodisch auftretendes Fieber, Blutungen (etwa aus der Nase), vergrößerte Lymphknoten, Gewichtsverlust und schwere Augenerkrankungen. Die Therapie erfolgt durch eine mehrwöchige Behandlung mit Antibiotika. Wird die Erkrankung chronisch, ist dies lebensgefährlich für den Hund, da es zu einer irreversiblen Zerstörung des Knochenmarks kommt. Einige Hunderassen wie der Deutsche Schäferhund sowie jüngere Hunde erkranken schwerer.
Ehrlichia canis verursacht keine Erkrankung beim Menschen, einige der selteneren Ehrlichia-Erreger können aber auch Menschen infizieren und schädigen (etwa in den USA).

 

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