Borreliose beim Hund
Borreliose stellt nicht nur die häufigste durch Zecken übertragene Infektion des Menschen in Deutschland (Nord- und Mitteleuropa) dar; auch Hunde sind von dieser Erkrankung betroffen. 2007 wurden in einer Studie bei 2 bis 10 Prozent (je nach Region) aller untersuchten Hunde in Deutschland Antikörper gegen die Borreliose-Erreger nachgewiesen. Wichtigster Überträgerparasit ist der Holzbock (Ixodes ricinus). Ähnlich wie beim Menschen können Borrelien auch beim Hund eine ganze Reihe von Organen und Geweben inklusive der Gelenke befallen. Recht charakteristisch ist eine einsetzende Lahmheit der Gliedmaßen. Allerdings entwickelt nur ein kleiner Teil der infizierten Hunde klinische Anzeichen einer Erkrankung, zu denen weiterhin Fieber, eine Vergrößerung der Lymphknoten und eine schlechter Allgemeinzustand gehören. Die Therapie des Hundes erfolgt durch die mehrwöchige Behandlung mit Antibiotika. Gegen Borreliose wird in Deutschland ein Impfstoff angeboten, der in den USA entwickelt wurde. Diese Schutzimpfung ist nicht unumstritten, da in Europa neben dem amerikanischen Erreger noch weitere Borrelienarten vorkommen.
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