Hintergrundinformation "Blutsaugende Parasiten"

4. Stechfliegen

Unter den zigtausend Fliegenarten gibt es auch einige Insekten, deren Mundwerkzeuge zu Stechapparaten umgebildet sind und die Blut als Nahrung aufnehmen. In Deutschland sind vor allem Bremsen und die Gemeine Stechfliege bekannt. Die großen Bremsen gehen an warmen Tagen mit hoher Luftfeuchtigkeit auf die Jagd und verursachen große Stichwunden, die stark schmerzen. Die Gemeine Stechfliege, auch Stallfliege oder Wadenstecher genannt, ähnelt im Körperbau der Stubenfliege. Sie fliegt von Juni bis Oktober, vermehrt jedoch im Spätsommer und Herbst, und hält sich dabei bevorzugt in Schuppen, Ställen und Wohnräumen auf, die nur langsam auskühlen. Die Stechfliege ist ein aggressiver Blutsauger, dessen schmerzhafte Stiche einen erheblichen Blutverlust zur Folge haben. Bei Hunden werden besonders die haarlosen und dünnen Hautstellen in der Kopfregion und an den Ohren attackiert.


Die Familie der Echten Fliegen (Muscaridae), zu der auch die Stallfliege zählt, übertragen beim Blutsaugen eine ganze Reihe von Infektionserregern, die schwere Erkrankungen wie Ruhr, Cholera, Schlafkrankheit und Typhus verursachen können. Diese sind allerdings auf tropische und warme Klimazonen beschränkt. Generell besteht beim Fliegenbiss die Gefahr von bakteriellen Infektionen, die auf mechanischem Wege in die offene Wunde gelangen.



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