Babesiose beim Hund
Babesiose ist die wohl schwerwiegendste, durch Zecken übertragene Infektionserkrankung von Hunden in Deutschland. Überträgerparasit ist die Auwaldzecke, Dermacentor reticulatus. Der Erreger, ein nicht-bakterieller Einzeller namens Babesia canis, befällt die roten Blutkörperchen, vermehrt sich in ihnen und zerstört sie. Daher wird die Babesiose umgangssprachlich auch als „Hunde-Malaria“ bezeichnet. Etwa eine Woche nach der Infektion bricht die Krankheit mit einem starken Fieber aus. Die Hunde leiden an Blutarmut (Anämie) und damit verbunden an Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Die Abbauprodukte der roten Blutkörperchen haben eine charakteristische Rot- bis Braunfärbung des Urins zur Folge. Im weiteren Verlauf kann die Anämie lebensbedrohlich werden, da Gelbsucht und ein multiples Organversagen auftreten können. Unbehandelt führt die Babesiose beim Hund zum Tod. Daher muss die Behandlung mit Chemotherapeutika frühzeitig erfolgen.
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