Anaplasmose beim Hund
Anaplasmose wird in Deutschland durch Bakterien der Anaplasma phagocytophila-Gruppe hervorgerufen. Die Erreger werden durch Schildzecken wie dem Holzbock übertragen und befallen weiße Blutkörperchen. Eine aktuelle Studie hat Antikörper gegen Anaplasmose-Erreger in 17 bis 30 Prozent aller deutschen Hunde nachgewiesen. In den wärmeren Regionen Europas und in den Tropen erfolgt die Infektion durch Anaplasma platys-Bakterien, welche vor allem durch die Braune Hundezecke übertragen werden. Anaplasmose ähnelt klinisch einer
Ehrlichiose, verläuft aber im Allgemeinen weniger schwerwiegend. Wie bei der Ehrlichiose werden erkrankte Hunde mit Antibiotika behandelt. Anaplasma phagocytophila-Bakterien befallen in seltenen Fällen auch den Menschen, und oft tritt bei Hund und Mensch eine gleichzeitige Infektion von Borreliose- und Anaplasmose-Erregern auf.
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